T A O I S M U S
Der Taoismus hatte seine Basis im Schamanismus und entwickelte sich dann
in Richtung wirklicher Spiritualität, wie sie im "Tao Te King" beschrieben wird.
Das höchste Tao ist der leitende "Sinn" hinter allen Dingen und vergleichbar mit dem
indischen Brahman Shankaras.
"Das Unergründliche, das man ergründen kann, ist nicht das unergründbar Letzte.
Der Begriff, durch den man begreifen kann, zeugt nicht vom Unbegreiflichen.
Im Unbegreiflichen liegt der Welt Beginn, nennbar wird nur, was Gestalt gewinnt."
(Tao Te King, Kapitel 1)
"Der Farben Vielfalt blendet die Augen.
Die Fülle der Töne betäubt das Gehör.
Der Reichtum der Gewürze verdirbt den Geschmack.
Der Drang der Leidenschaften verwirrt das Herz.
Die Gier nach schwer Erreichbarem zerstört die Sitten.
Der von seinem Inneren geleitete Weise bestimmt die Grenzen seiner Sinne.
Alles Sinnliche ist ihm auch nur ein Weg zum Sinn. "(Tao Te King, Kapitel 11)
Das taoistische "Chi" der Meridiane der Akupunkturmedizin ist Form
gleichzusetzen mit dem Prana des Yoga.
Damit ist der Taoismus auch der Pfad vom grünen Drachen (Prana) zum goldenen Drachen
(Pranava auf der buddhischen Ebene; die Pingala-Nadi des Yoga ist ebenfalls grün), je
nach der praktizierten Technik.
Die ganz negativen materiellen Aspekte des Drachen werden im Taoismus nicht erwähnt,
höchstens der Feuerdrache(im 'Xingming guizhi').
Der materielle Körper wird hier nur indirekt durch das Chi beeinflusst.
Chi bedeutet in etwa "Ordnende Kraft der Reinheit", die gegen die negativen Kräfte
des Drachen wirksam ist. "Ching" beudeutet "Reinheit".
(dazu Ulli Olvedi : Das Stille Qi Gong, TB)
Der Drache ist im "Kung Fu", welches eigentlich nur nebenbei eine Kampftechnik
beinhaltet, eine Art Synthese der vier Tiere. Er ist also eine Art
Akashaprinzip, und damit ein "Hüter der Schwelle", aber hier nur bezüglich der
stofflichen äther. Das
Shaolin hat im
Hintergrund das Qigong
und das Chan.
(Luc Théler) : Hunyuan Qi Gong : "Der Weg zur Meisterschaft", liefert
autentisches Wissen und Anleitungen zu Übungen, genau wie die verschiedenen
Übersetzungen des Buches "Geheimnis der goldenen Blüte".
Dazu auch " Mantak Chia :
Taoist Yoga (- die Grundlagen des Qi Gong - Heilens und des Chi-Kreisens)"
Der dortige kleine Kreislauf (Xiao-zhou-tian) entspricht (natürlich erst bei
voller Entfaltung) der Stufe 10 der Universellen Lehre(Dreher des Rades). Der wirklich voll entfaltete
grosse Kreislauf entspricht dabei schon der Stufe 12 der Universellen Lehre.
Der Taoismus hatte im 6.Jahrhundert das Problem der Bücherverbrennung auf Anordnung
des Kaisers und wiederum durch Kaiser Tschen Lung im letzten Jahrhundert, der alle
Bücher einsammeln und katalogisieren und 2000 Titel verbrennen liess. Deshalb
stammen die meisten Bücher aus späterer Zeit. Die innere Lehre wurde aber sowieso
mündlich in Familientraditionen weitererhalten bzw. meist symbolisch verschlüsselt.
Aus geografischen Gründen vermischte sich der Taoismus auch mit dem
Mahayana-Buddhismus.
In neuerer Zeit versuchte Mao Tse Tung in der Kulturrevolution die religiösen
Gruppen auszulöschen. Das ging soweit, dass selbst von den Shaolin - München nur
sechs Mönche überlebten. Heute sind es wieder mehrere tausend Mönche. Diesen
erlaubten die Kaiser in der Vergangenheit, wegen ihrer Leistungen den Buddhismus
in China zu verbreiten.
Dazu ein Taschenbuch : Frank : Altchinesische Heilungswege, Jopp-Verlag 1991, ISBN 3-926955-29-5
Cavelius/Li Wu : Praxisbuch der chinesischen Medizin, Ludwig - Edition
Stephan Palos : Atem und Meditation, TB - incl. Messungen von Alpha-Wellen und Beta-Wellen des Gehirns
Lu Kuan Yü (Charles Luke) : Taoist Yoga ; Geheimnisse der chinesischen Meditation;
Einige Richtungen im Taoismus betrieben eine Art von Alchemie, die im Mittelalter
nach Europa überliefert wurde.
Die Praktiken der "Inneren Alchemie" sind der Kern verschiedener taoistischer Meditationen und
ermöglichen Prozesse der inneren Transformation.
"Zehn Monate steht der Embryo (der europäische Filius Philosophorum) des Tao unter Feuer.
Nach einem Jahr werden die Waschungen und die Bäder warm", sagte das LUNG YEN GING.
Das Erreichen des "Goldenen Elixiers " entspricht der Stufe 16 der UNIVERSELLEN LEHRE.
Die 5 Elemente haben aber im Taoismus eine etwas andere Bedeutung, ebenso der Drache.
Diese Verschmelzung des männlichen und weiblichen
Prinzips(Yin und Yang ; Fuxi und
Nuwa) schildert auch das europäische
Rosarium philosophorum(Frankfurt, 1550) mit Gabricus und Beya als Repräsentanten des
männlichen und weiblichen Prinzips wie auch im 'Xingming guizhi' beschrieben, was allgemein
auf chinesische
Einflüsse hindeutet oder auch auf ein in den Mysterien gehütetes Wissen.
Nach : Richard Wilhelm / C.G. Jung : Das Geheimnis der goldenen Blüte
Dazu auch : Mantak Chia : Tao Yoga der inneren Alchemie
Das alchemistische Buch von innerem Wesen und Lebensenergie(Xingming guizhi) , M. Darga ;
Diederichs Gelbe Reihe
Die polaren Kräfte Yang und Yin entsprechen den polaren elektrischen und magnetischen Fluiden der
"weissen Magie", die sich abgewandelt auf allen Ebenen wiederfinden. Sie werden im Taoismus oft
auf alle Bereiche generalisiert.
Auf der Mentalebene sind das kleine Yin und das kleine Yang an die beiden Pole dieser
Ebene, die im Hinduismus bekannten MANAS und BUDDHI der Mentalebene gebunden, wodurch
eine Polarisierung beider stattfindet.
Der Taoismus entspricht daher zuerst eher einer höheren magischen Schulung, und erst Techniken wie sie
in "Das Geheimnis der goldenen Blüte" beschrieben werden, geben einen Hinweis auf die
Existenz höherer spiritueller Schulen, die das "Goldene Elixier" der grossen Leere anstreben..
Der "Julai" oder "Hsien" ist im chinesiscben Taoismus ein Unsterblicher,
der seine Göttlichkeit (der Stufe 19 der Universellen Lehre) durch hingebende und
erfolgreiche Praxis der taoistischen Übungen und
Lehren verwirklicht hat.
Der Taoismus richtet seine Aufmerksamkeit auf den
Polarstern
(Stella Polaris, Nordstern, Ursa Minor Alpha) und auf die Sterne des großen Bären.
Die Hindus weisen ihren sieben ursprünglichen
Rishis ebenfalls einen Platz im Grossen Bären an.
Als Prototypen oder beseelende Quellen der sieben Himmlischen Menschen (der planetarischen Logoi)
gelten die sieben Wesenheiten, die sich durch die sieben Sterne des Bären manifestieren.(A.A.B.; G.L. II. 668)
Weblinks :
WIKI zum Daoismus
WIKI zum mikrokosmischen Kreislauf
Taoist Librarian
Chinese Alchemy website
Innere Alchemie
Goldene Blüte
Die Shakti im Taoismus
Golden Flower
Fuxi und Nuwa
Polarstern
Taoistische Literatur
Microcosmic Orbit
Mantak Chia : Inner smile
Mantak Chia : Taoist Training
Mantak Chia : Tai Chi
Chi Kung I Clip 1
Mantak Chia :Chi-Self-Massage
Mantak Chia : Sechs Richtungen