In unserer modernen
naturalistisch orientierten Welt wird es immer schwieriger, Erfolg auf dem Pfad zu haben.
Stress und unnatürliche
Lebensweise sind nur ein Hindernis von vielen.
Der moderne Mensch hat die alten religiösen Prinzipien und Gebote und die alten
Ethikvorstellungen über
Bord geworfen und lebt für die Erfüllung seiner kleinen
Wünsche, Träume und
Begierden, aber ohne
diese zu analysieren. Meist sind sie auch ihm anerzogene Werte seiner spezifischen Kultur, die
sich darin widerspiegelt, daneben aber auch Absatzgarantien bestimmer Wirtschaftszweige.
Die Folge ist ein sichtbar fortschreitender Verfall der Sitten und die
naturalistisch geprägte moderne
Intoleranz verbreitet sich weiter.
Heute lebt eine Industrie von der Erweckung, Kontrolle und Steigerung von Bedürfnissen und
Begierden. Kultur und Technik sind zwei verschiedene Dinge auf vielen Gebieten des
Lebens geworden. Die meisten Dinge unserer modernen Kultur sind aber nur "alter
Wein in neuen Schläuchen" geblieben, und die meisten kulturellen Werte sind bei näherer
Betrachtung eher lächerlich und haben oft Betäubungscharakter.
Die modernen kulturellen Werte
sind auch weiterhin Macht, Erfolg, Reichtum und Sex in den verschiedensten Ausdrucksformen.
All dem soll die Technik dienen
und sie weiter ermöglichen - und darum wurde unsere Erde zu einem geplünderten Planeten.
Dieses verschleiernd hat unsere Kultur eine bemerkenswerte Fähigkeit erreicht, das Gewöhnliche
in einem verführerischen Glanz erstrahlen zu lassen.
Der Mensch ist aber nur scheinbar das Mass aller Dinge. Manchmal erkennt man ihn heute
kaum noch hinter Schminke
und Anzug - dh. oft schon ab frühen Jugendjahren.
Manchmal erinnert das sterile aufgeblasene Gelächel und Armgewedel gewisser
geschulter Zeitgenossen eher an eine missglückte
Tai-Chi-Übung.
Psychologie und Spiritualität
Die moderne
Naturwissenschaft ist der rigurose Versuch, logischkausale Zusammenhänge
zwischen den Vorgängen der Umwelt herzustellen und diese durch Zahlen und
Begriffsbildungen zu formulieren.
Das Problem ist dabei die Bedingtheit der menschlichen
Psyche, einmal bezüglich der Wahrnehmung, aber auch bezüglich der Logik und der
Abstraktionsfähigkeit.
Diese Psyche
zu erforschen und in den Griff zu bekommen, hat sich die
Psychologie zum Ziel
gesetzt, die zuerst als Nebenzweig der
Philosophie entstand.
Daneben erwuchs die
Psychiatrie
zur Erfassung seelischer Erkrankungen mit Überlappungen
zur Psychologie und Neurologie, und viele Psychologen sind gleichzeitig Psychiater und
Neurologe.
Die Psychologie ist damit die wissenschaftliche Antwort des Materialismusses auf das moderne
Leben, und sie ist bemüht, ein rein logisches materialistisches Modell des
Menschen zu liefern, in dem das Religiöse eine
irrationale Funktion
hat, welche die Psychologie zu erklären versucht(zB. als
Neurose oder
Psychose oder
als Wahn ).
Dabei hätten Psychologie und Psychiatrie einige für die Menschheitsentwicklung
nützliche Potentiale, würde sie sich wirklich
umfassend informieren und könnten sie ihre materialistische Beschränktheit und ihr
damit verbundenes momentanes
verirrtes Kinderschuhstadium einsehen.
Im Bereich von Pyschiatrie und Psychologie sieht sich der heutige Patient mit einer akademischen
Berufsgruppe konfrontiert, die vom praktischen Leben oft sehr wenig versteht dank der Herkunft
aus einer bestimmten Schicht bzw. auch dank professoraler verrationalisierter Weltfremdheit mit
entsprechender
Überheblichkeit und Abgehobenheit bis hin zur Betonköpfigkeit.
Zudem ist der Wirkungsbereich und auch die Psyche der Psychologen in gleichem Masse
durch das momentane menschliche
Bewusstsein
begrenzt, so dass der wissenschaftliche Maßstab bezüglich der Umfassenheit und Allgemeinheit
der Ergebnisse zum Hauptproblem wird, insofern er überhaupt diskutiert wird
(dazu z.B. auch Wenzlaff/Feder : Die Wirklichkeit des Geistes
(PDF !)).
Dieses Manko wird in vielfacher Weise durch sog. "wissenschaftliche Autoritäten" ersetzt, die
sich aber auch nicht einig sind , und die in einer derart verallgemeinernden
" Wissenschaft " ein
Hauptproblem sind.
Die Psychologie hat verschiedene
Persönlichkeitstheorien entwickelt und auch die
Persönlichkeitseigenschaften
untersucht. Eine spirituell orientierte Psychologie hätte momentan das praktische Problem, dass der heutige Patient
keine integrale
Persönlichkeit entwickeln möchte sondern nur seine inneren Hemnisse und
Krisen überwinden bzw. Erfolge erzielen möchte, und daß es ihm meist ziemlich gleichgültig
ist, ob er seine Energien in völlig selbstsüchtige Bahnen lenkt.
Wahre integrale psychische Gesundheit beinhaltet z.B. auch die Gesundung von den drei
Geistesgiften ,
welche z.B. die Anrufung des Heilbuddha teilweise beseitigen kann und natürlich die
Introspektion im weitesten Sinne.
Zudem fehlte es gleichzeitig an derartig integral entwickelten bzw. auch schon an
weitsichtigen
Psychologen.
Die ersten 10 stufen des Pfades beinhalten die auch die Überwindung der
analen Orientierung.
Daher haben schon auf dem Probepfad und insbesondere auf dem Pfad wandelnde Menschen haben
eine andere Einstellung zum Leben und andere
Verhaltensmuster als der angepasste Durchschnittsbürger, dh. sie verfügen
idealerweise über spirituelle Innenkultur, z.B. auf der Basis von Yama und Niyama, von
Paramitas
und Introspektion, anstatt
ichbezogener Aussenkultur mit Betonung der
Persönlichkeit.
Natürliche
Introvertiertheit bedeutet dabei nicht notwendigerweise
Seelenbezogenheit sondern eher ein Ausleben der Begrenzungen der kleinen Person.
Die menschliche Psyche
Die durchschnittliche menschliche Natur setzt sich aus körperlichen, vitalen, emotionalen
und mentalen Impulsen zusammen. Diese zu transformieren und höherzuentwickeln ist
ein Bestandteil der Arbeit des Pfades.
"In der menschlichen Natur ist das Vitale ein despotischer und anspruchsvoller Tyrann. Da
es ausserdem die Machtstellung einnimmt und der Besitzer der Energie, der Begeisterung und
der schöpferischen Kraft ist, haben viele Leute ein ängstliche Hochachtung vor ihm und
versuchen beständig, ihm zu gefallen.
Aber es ist ein Herr, den nichts befriedigen kann und dessen Ansprüche keine Grenzen kennen...
Das größte Problem ist die Erziehung
und Transformation des Vitalen.
Zwei besonders im Westen sehr verbreitete Ideen tragen dazu bei, seine Herrschaft
unangreifbar zu machen, einmal die Meinung, es sei das Hauptziel des Lebens, glücklich
zu sein und zum anderen, daß man mit einem bestimmten unveränderbaren Chakter geboren werde....
So wie die Welt gegenwärtig ist, liegt das Ziel des Lebens nicht in einem persönlichen Glück
sondern darin, die Menschen nach und nach zum Bewusstsein der Wahrheit zu erwecken....
Die zweite Idee entspringt der Tatsache, daß eine einschneidende Veränderung des
Charakters die fast vollständige Beherrschung des Unbewussten erfordert, ebenso eine sehr
strenge Disziplin alles dessen, was aus dem Unbewussten kommt und was sich normalerweise als
Folge der Erbbedingtheit und als Einfluß der Umgebung, in die man geboren wird, ausdrückt.
Nur ein ungewöhnliches Wachsen des Bewusstseins und die ständige Hilfe der Kraft der Gnade können diese
Herkulesarbeit bewältigen....(Sri Aurobindo / Die Mutter, Für die Zukunft, 1974)
"Der gewöhnliche Mensch hängt für sein Glück von äusseren Dingen ab.
Deshalb hat er Begierden; deshalb hat er Zorn und Leidenschaft,Vergnügen und Schmerz,
Freude und Kummer; deshalb misst er alle Dinge am Gleichgewicht von Glück und Unglück;
keines dieser Dinge kann die göttliche Seele beeinflussen."
(Sri Aurobindo : Essays on the Gita, Page 175)
"Der spirituelle Mensch hat seine
Seele entdeckt. Er hat sein Selbst gefunden und lebt darin. Er ist sich dessen bewusst
und hat seine Freude daran.
Er braucht nichts Äusserliches mehr für die Fülle seines Daseins",(Sri Aurobindo,
Life Divine II,27)
"Es ist wiederum das Zeichen des göttlichen Arbeiters als das was ein ewiges
Zeichen des göttlichen Bewusstseins ist, eine vollkommene innere Freude und ein
vollkommener innerer Friede, der von nichts in der Welt als Quelle abhängt noch fortbesteht;
es ist ursprünglich, es ist der wahre Stoff des Bewusstseins der Seele,
es ist die wahre Natur des göttlichen Wesens."(Sri Aurobindo, Life Divine)
"Das gnostische Bewusstsein ist ein Bewusstsein in welchem alle
Gegensätze aufgehoben oder ineinander verscholzen sind in ein höheres Licht des Sehens und
des Seins, in ein einheitliches Selbstwissen und Weltwissen.
Das gnostische wesen wird nicht die Ideales des Verstandes und seine Masstäbe akzeptieren ;
es wird nicht er wird nicht bemüht sein für sich selbst zu leben, für sein Ego, oder für die
Menschheit oder für andere oder für die Gemeinde oder für den Staat, denn er wird sich bewusst
sein von etwas größerem als diese Halbwahrheiten, der göttlichen Wirklichkeit, und es ist diese
für die er leben wird, für seinen Willen in sich selbst und in allem, in einem Geiste großer
Universalität, im Lichte des Willens der Transzendenz",(Sri Aurobindo, Life Divine II,28)
"Das gnostische Individuum wird eine solche innere Person
sein, die in ihrem Selbstgewahrsein die Tiefen mit der Oberfläche vereint und
besitzt. Sie wäre nicht mehr nur eine Oberflächenpersönlichkeit sondern das innere sich
selbst enthüllte bewusste Dasein und würde kein Bedürfnis mehr haben
nach einer Charaktermaske, der
Persona ."(Sri Aurobindo, Essays on the Gita)
Der modernen Psychologie und damit auch der Schulmedizin, in die die Psychologie immer mehr
Einzug gehalten hat, sind solche esoterischen Mitbürger meist ein Dorn im Auge, und sie
versucht vielfach, diese Menschen auf dem Pfad zB. als
schizophren zu klassifizieren und ihre Entwicklung
zu unterdrücken.
Beim experimentierenden nicht zielorientierten Anfänger können
unkontrollierte
spirituelle Energien natürlich zu zeitweisen Extremvorstellungen durch
Sensibilisierung
führen, insbesondere bei unerfahrenen Jugendlichen, zu einem abgehobenem
Wertesystem, insbesondere im Rahmen mancher sog. Sekten, die
die jeweilige Kultur unangepasst in Frage stellen im Sinne der eigenen
alten Tradition, was
ihn den Mitbürgern noch auffälliger erscheinen lässt.
Daher wird Spiritualität entweder pathologisch oder als Wahn oder inzwischen manchmal
auch transpersonal eingestuft, wobei im letzteren Fall dem Behandelnden oft das tiefere
Verständnis der Spiritualität fehlt und ihr Vorrang auf höheren Stufen dann als Verirrung
eingestuft wird.
(
Kompendium als PDF).
Dem modernen Argument, dass keine Beweise für eine jenseitige geistige Realität
vorliegen, hat zB. Mantak Chia schon
widerlegt [PDF].
Anderserseits besteht kein Anspruch der Wissenschaft darauf, dass sich ein Eingeweihter
durchmessen lassen muss ( Persönlichkeitsrechte ) und sich so zur Schau stellen muss.
Auch kann jeder Bürger die Stufen den Pfades beschreiten und sich je nach persönlicher
Anlage überzeugen.
Anfang der 70er Jahre gab es in Deutschland Psychologen, die teilweise sogar per
inzwischen verbotener Ferndiagnose esoterisch interessierten pauschal "Schizophrenie"
bescheinigten und diese einliefern liessen(z.B. in Köln).
Sie konnten damals erst durch eine Reihe von Gerichtsprozessen zB. der
münchener "Gesellschaft zur Verteidigung der Menschenrechte gegen die Pschologie"
(heute : KVPM )
gestoppt werden.(Scientology ist trotz Zugehörigkeit zur
antipsychiatrischen Bewegung natürlich eine grosse Falle.)
Charakteristisch ist auch, dass damals bei der Einlieferungs-Abwägung durch die
Gerichte die Menschenrechte
(die von der
EU gestützt werden) und die
Religionsfreiheit von diesen zuerst nicht wirklich in Betracht
gezogen wurden ! [Freiheit der Person (Aret. 2 Abs. 2 S. 2 GG)]
Auch heute gibt es noch eine Gesetzgebung, nach der sich auffällige Personen einer bis
zu 11tägigen Untersuchung in einer (betonköpfigen) Psychiatrie unterziehen müssen evtl. nach
polizeilicher Zwangseinlieferung, die eigentlich einen Menschenrechtsverstoß darstellt.
Das Bundesverfassungsgericht hat noch 2007 geurteilt, dass auch noch heute in der Bundesrepublik
Menschenrechte durch Gerichte gebeugt werden und dazu Schadensersatzklagen empfohlen.
Trotz vieler einschränkender Gerichtsurteile bis hin zum
europäischen Gerichtshof wird die Psychiatrie von den Gerichten trotzdem
standardmässig als Referenz herangezogen, obwohl diese doch wissen sollten, was aus dieser Ecke
kommt, und obwohl schon vielfältige breitgestreute negative Erfahrungen vorliegen.
Jedes psychologische Gutachten ist ein Erklärungsversuch und kann
nie ein Beweiss sein, genau wie in der psychologischen Praxis.
Leider versucht auch die moderne Ärzteschaft die Psychologie und die Psychiatrie
in ihr materialistisches und verrationalisiertes Gesamtkonzept zu integrieren
(z.B. Neuroimmunologie), wobei sie immer öfter ganz systematisch als Fluchtmodell für
die eigene Unfähigkeit oder auch die fehlende Ausstattung, eine Krankheit zu finden und
zu therapieren, benutzt wird, deren Hintergrund dann als psychosomatisch unterstellt wird(z.B.
in der Schmerztherapie und Infektologie - statt aufwendiger Untersuchung auf eine versteckte
Infektion - , aber auch um unzufriedene Patienten kleinzubekommen).
Im Gegensatz zur Psychiatrie hat der Universelle Pfad das Ziel, die anale Orientierung des Bewusstseins hinter sich zu
lassen, worin schon ein Teil der Vorabeit des Probepfades besteht.
In den Gerichtssälen etabliert wird die Psychologie zB. vielfach zum scheinheiligen Entkommen vor
Bestrafung benutzt, denn was ist schon ein "unabhängiger Gutachter" (und : Jedem Gefangenen seinen
Fernseher zur billigen Unterhaltung und zur
sozialen Integration
, die dort kaum möglich ist).
Psychologie und Psychiatrie können in den falschen verrationalisierten Händen zu einer
Art moderner Inquisition
werden, nicht nur in den Diktaturen und sie schleichen sich immer pseudowissenschaftlich
weiter ein.
Sie sollen in den Industrieländern ein wissenschaftliches Bild des Menschen liefern, an dem sich
dann letztlich jeder messen lassen muss, dh. als materialistische vernunftbasierende
Zwangs-Ersatzreligion dienen, in der gewisse letzte Fragen unter den Tisch gekehrt
werden bzw. verpönt sind (wie z.B. "Warum existiert eigentlich nicht gar nichts") oder als
Symptome einer Erkrankung behandelt werden. Daraus entstandenener Gesellschaftsverdruss
wird hier schnell als
soziale Phobie eingestuft.
Es kann also keine Rede davon sein, dass die Psychologie sich angepasst oder wirklich
gewandelt hat. Sie hat nur in manchen Bereichen weniger Spielraum als früher und
gibt sich jetzt wissenschaftlich und als medizinische Lösung für Abweichler.
Naturalistische Ersatzreligion
Das psychologische Lehrmodell kann wie gesagt für materialistische Psychologen zu
einer Art rationaler Ersatzreligion werden.
Es gilt hier : Meinung, Begriffsbildung, Modell = wissenschaftlich =
'wahr'(da plausibel), insbesondere wenn
dahinter Autoritäten stehen und die eigene Brille nicht gesehen wird(Plausibilitätswahn,
Kompetenzwahn, Weltenwahn) bzw. dazu auch keine Bereitschaft besteht, da ein ichzentrales
körperbezogenes Selbstbewusstsein und damit die
Selbstbehauptung dominiert.
Jesus hat hier einen Vaterkomplex, obwohl hier esoterisch mit dem 'Vater' die
schöpferische gnostische Kraft gemeint ist. Ödipus hatte den bekannten
Ödipuskomplex,
obwohl sich hinter der ursprünglichen Geschichte eine alte verschleierte Mysterienweisheit
verbirgt, ähnlich wie bei der platonischen Liebe.
Ein Bodhisattwa ist "vom anderen Ufer", weil er vollkommen
schizophren ist
(Verstandesabspaltung; totaler Verlust von Emotionen und Gefühlen für jemanden;
der Mensch muss sich hier an seinen vergänglichen Emotionen messen lassen; evtl. Wahn und akustischer
Halluzinationenwahn bzw. akustische Halluzinationen) und so unpersönlich und anders, weil er
eben völlig verrückt ist.
Eventuell hält er sich auch noch aus Verdrängungsgründen für
etwas ganz Besonderes, was ihm unterstellt wird.
Das Wort Nirvana wird hier eher als "Nir-Wahn-a" ausgesprochen.
Der Shabda
oder Nada ist hier höchstens eine Art von
Tinnitus.
Zu einem solchen Schluss kommt eben jemand, der die Welt aus einer verrationalisierten
körpergebundenen Verstandessicht betrachtet, und der
all das nicht mit seinen persönlichen Erfahrungen und anerzogenen Vorstellungen
in Einklang bringen kann, da im Westen spirituelle Erfahrungen selten sind.
Das sind nur Beispiele lebensnaher Deutungen einiger Psychologen, für die
Spiritualität ein Hirngespinst ist bzw. bei denen Religion
unter dem Begriff "psychosemantisches Immunsystem" rangiert bzw.
Religion im Bereich
einer Neurose angesiedelt wird.
Spirituelle Neigungen lassen sich auch psychologisch als Flucht in eine heile und ideale
Welt interpretieren, in der sich der flüchtende Neurotiker in seiner Rolle dem Ziel
der "Erleuchtung" nähert, dh. ein Mitglied in den Reihen der ganz Grossen wird, evtl. noch mit
übernatürlichen Kräften ausgestattet und zumindest im Geheimen dem Menschlichen
weit überlegen ist (Kosmisches Bewusstsein ist
hier ein Grössenwahn).
Die Meditation ist für diese wissenschaftlich aufgeklärten Herrschaften eine Art
Selbst-Hypnose mit Halluzinationen (die es natürlich auch und besonders bei unsystematischer
Schulung gibt) und mit Realitätsverlust.
Neuerdings wird sogar versucht, diese Techniken neurologisch mit Messungen von
Gehirnwellen und chemischen Veränderungen im Gehirn in den Griff zu bekommen, um deren Vorteile
zu nutzen, denn es mangelt an effektiven Behandlungsmethoden, aber auch um diese Übungen auf
neuronale Reize herunterzuerklären.
Von wesenhaft guten und schlechten Menschen und von menschlichen
Entwicklungsstufen höherer Art will und kann man hier nicht viel wissen, denn der
Mensch funktioniert hier chemisch-biologisch mit ererbten oder anerzogenen
oder angeeigneten Verhaltensmustern, und damit beschränkt sich die Psychologie auf die Beschreibung des
niederen Selbstes des Menschen und führt in die dunkle Maya-Grotte eines ausgesprochenen Materialismusses.
Meister Sri Aurobindo sagt als bekanntester spirituelle Philosoph der Neuzeit dazu :
"....Wenn man zudem zu großen Nachdruck auf den gegenwärtigen oder sichtbaren Charakter der
Entwicklung legt, so wie es uns die Naturwissenschaft vormacht, drängt sich der Gedanke auf, daß
nichts die Erwartung rechtfertigt, daß irgendein höheres Prinzip als das der menschlichen Denkkraft
oder so etwas wie übermenschliche Wesen in einer Welt der Materie auftauchen können.
Das Bewußtsein selbst ist ja durch die Materie bedingt und auf materielle Organe für
seine Geburt und für sein Wirken angewiesen, und ein unfehlbares Wahrheitsbewußtsein, wofür wir
das (göttliche)Supramentale halten, befände sich im Widerspruch zu diesen Verhältnissen und müßte
als bloßes Hirngespinst fallengelassen werden.
Die Naturwissenschaft betrachtet Evolution grundsätzlich als eine Entwicklung des Lebens und der Formen.
Die Entfaltung eines weiteren und fähigeren Bewusstseins gilt als untergeordnetes Ergebnis der
Entwicklung von Leben und Formen und nicht als wichtiges Kriterium oder wesentliche Sache, und sie
könne gewisse Grenzen nicht überschreiten, die ihr durch die Herkunft des Denkens und des Lebens
aus der Materie gezogen seien.
Das Mentale habe bewiesen, daß es zu vielen außerordentlichen Leistungen fähig sei, aber es würde
über seine naturbedingten Grenzen hinausgehen, wenn es sich von seinen materiellen Organen oder
seiner physiologischen Bedingtheit unabhängig machen oder so etwas wie eine wirklich kraftvolle
Fähigkeit des unmittelbaren und absoluten Wissens, das nicht über das Medium der
Materie erworben wurde, entwickeln wolle.
Deshalb könne die Entwicklung des Bewusstseins über einen gewissen Punkt nicht hinausgehen.
Selbst wenn etwas so bestimmtes und Unabhängiges existiere wie das was wir Seele nennen, so sei
diese doch den natürlichen Bedingungen unterworfen, die hier mit der Materie als Fundament, dem
physischen Leben als Voraussetzung und dem Denkwesen als höchstmöglichem Werkzeug auferlegt worden seien.
Das Bewusstsein könne nur im Körper wirken und vermöge über diese physische, vitale oder mentale
Natur nicht hinauszugehen. Das bestimme die Grenzen unserer Entwicklung hier."
.......
"...Die vergangene Entwicklung des Körpers, besonders seine tierische Herkunft und Natur, scheinen
dieser Vollendung im Wege zustehen. Wie wir gesehen haben ist der Körper ein Ergebnis und eine
Schöpfung des Unbewussten, selbst unbewusst oder nur halb bewusst. Sein Anfang ist unbewusste
Materie, die Gestalt annahm und Lebensfähigkeit entwickelte.....
Über diese Hindernisse aber kann man hinwegkommen, die Verneinung und der Widerstand des
Körpers können überwunden werden und seine Umformung ist möglich.
Sogar der unbewusste und tierhafte Teil in uns kann erleuchtet und befähigt werden, die
Gottesnatur zu offenbaren, genauso wie unser mentales Menschsein dazu gebracht werden kann,
die Übermenschlichkeit des supramentalen Wahrheitsbewusstseins und jene Göttlichkeit, die
über unserem jetzigen Bewusstsein liegt, zu offenbaren....
...Die Schwierigkeit ist sowohl psychologischer wie körperlicher Art. Die psychologische besteht
in der Auswirkung der nicht überwundenen Tierhaftigkeit auf das Leben, besonders in der Beharrlichkeit
der groben Instinkte, Impulse und Begierden des Körpers. Die körperliche resultiert aus unserer
körperlichen Struktur mit seiner organischen Instrumentation, die die Dynamik der höheren
göttlichen Natur einschränkt...
(Sri Aurobindo :
Die Offenbarung des Supramentalen)
SCHULEN
Die Psychologie kennt viele Modelle des Menschen und viele Schulen, denn sie weiss
nicht, sondern sie versucht zu beschreiben und Modelle zu entwickeln(entsprechend der eigenen Vorstellungskraft
und auf der Basis von eingeschränkten Erfahrungen), und daraus zieht sie weitere Schlüsse,
und damit es eindrucksvoll ist als medizinischen Fachausdruck ("Wahn" ist hier ein
Standardbegriff ; vom eigenen Kompetenzwahn will man natürlich nichts wissen).
Von solchen Fachausdrücken gibt es inzwischen ein verknüpftes Wirrwar, denn man hat sich
etabliert. Einige Schulen überprüfen ihre praktizierenden Psychologen sogar
regelmässig, ob sie auch die reine Lehre der spezifischen Schule umsetzen, und damit
verbreiten sie eigentlich eine Ideologie. Insbesondere geht es dieser materialistischen
Ideologie im Mäntelchen der Wissenschaft auch darum, ihre lobbyistischen Interessen zu wahren.
Dass diese Umsetzung gegen das Grundgesetz(Pluralität, freie Persönlichkeitsentfaltung und
Religionsausübung) und gegen die noch umfassenderen
Menschenrechte
verstößt, bedarf wohl keiner Erwähnung.
Selbst unter den Fachausdrücken, auf die man sich geeinigt hat, verstehen die
einzelnen Schulen noch Verschiedenes je nach ihrer spezifischen Lehre.
Die Schule von C.G. Jung, der sich sehr intensiv mit dem Taoismus befasst hatte, passt
zwar nicht ins psychologische Klischee, aber auch er rationalisiert sein Unterbewusstsein
mit "Archetypen" und reiht sich damit wissenschaftlich angepasst ein.
Die freudsche Schule musste zwischenzeitlich erkennen, dass das Bewusstsein und das
Handeln des Menschen sich doch nicht so sehr aus der Sexualität ableitet. Allerdings
grassiert in den USA eine Dunkelziffer von weit über 50% sexueller Belästigungen bei
psychologischen Behandlungen (natürlich rein wissenschaftlich-medizinisch und zum
Besten der Patienten, und in Deutschland natürlich strengstens untersagt).
Wie perfide die Psychologie sein kann, zeigt zB. die adlersche Schule mit der Antwort
auf die Frage nach Gott: Unser Handeln bestimmt sich durch den Vergleich mit anderen
Dingen, so Alfred Adler. Durch Vergleich bilden sich
Minderwertigkeitskomplexe, wir werden psychisch krank. Im Grunde genommen ist
hier jeder ein potentieller Patient.
Wenn wir daher in den klaren Sternenhimmel schauen und uns fragen, ob es bei solcher
Unendlichkeit und unserem kleinen Menschsein nicht doch einen Schöpfergott geben muss,
so haben wir uns unbewusst mit dem Universum verglichen und einen
Minderwertigkeitskomplex entwickelt ! Wir sind also KRANK.
Die Behandlung beginnt damit, sich nicht mehr mit
der Unendlichkeit zu vergleichen - also Blick abwenden und diese Frage einstellen !
Dann werden Sie wieder "gesund"! " (A. Adler :
Individualpsychologie)
Diese Schule vergisst zB. bezüglich der Spiritualität, dass sich auch die Psychologen vergleichen,
dh. zB. mit Gott oder dem höheren Bewusstsein Erleuchteter, die dann für sie "
krank" sind,
was sie auch persönlich beruhigt(was ist dann nur mit den Astronomen).
Letztendlich reduziert sich die
Psychologie auf die Lehre von
den vier Menschentypen, die sie abgeschaut hat, von Arterhaltungstrieb und Selbsterhaltungstrieb,
von Kindheitserinnerungen, Verdrängungen, Minderwertigkeitskomplexen und Machtkämpfen,
von NLP, Suggestion
und Hypnose
, von "Ermutigung und Entmutigung" und von "Lob und Tadel"
(so wie beim Dackel der nach Anerkennung sucht. Meine Antwort dazu an eine verdutzte Dozentin :
"Wer kann sich anmassen, mich zu loben", - ein klarer Fall, den sie aber nicht verdaute), und
natürlich deren Kombinationen.
Wer sich all das genügend lange einredet bzw. einreden lässt, und die Behandlungen
dauern oft viele Jahre, glaubt schliesslich fest daran (als eine Art von Suggestion
oder auch als Dauereinschüchterung durch eine wissenschaftliche Autorität, da es ihm
an Selbstbewusstsein
mangelt). Der behandelnde Psychologe hat immer das Problem
des Nachweises der Richtigkeit seiner Analyse im individuellen Fall, da er nach plausiblen Gründen
für die psychische Störung suchen muss, die vielfältig sein können, und die nicht zuletzt auch
durch bestimmte Infektionen(wie Herpesviren, Enteroviren oder CFS) bedingt sein können, die natürlich kaum untersucht werden, auch nicht in der Neurologie.
Insbesondere sollte auch zwischen der Psychologie und der Wirkung moderner Medikamente der
Neurologie und der
Psychiatrie (mit ihren Nebenwirkungen)
unterschieden werden, denn die Medikamente wirken auch ohne eine psychologische Ideologie, selbst
wenn im Zuge der Hirnforschung
hier einige kleine Fortschritte erzielt wurden(Ptopanolol,Butyrolacton etc...).
Unbestrittenerweise gibt es auch echte Krankheiten der Psyche, die nicht so einfach in den Griff
zu bekommen sind, und die teilweise organisch, vererbt oder sogar genetisch bedingt sind
und somit auch nicht einfach durch Introspektion
und Transformationstechniken behandelbar sind.
Es können aber viele Depressionserkrankungen und auch als " schizophren " eingestufte Erkrankungen durch echtes
Qigong und bestimmte Japa-Meditation(Mantra,Nada) geheilt bzw. verbessert werden, einmal
durch Rückwirkung auf die Psyche und durch Reinigung der höheren Körper, was auch viele
asiatische Heiler praktizieren - natürlich auf der Basis einer Veränderung von Ernährung
und Lebensstil und Umstellung der Prioritäten.
Dabei gibt es natürlich auch Gefahren, da negative Bindungen höherer Körper viele Hintergründe
haben können und wir in einer der Welten der Maya leben.
Auch sind gesellschaftlich bedingt und arbeitsmarktbedingt sehr viele Mitbürger psychisch so
geschädigt, dass sie eine Behandlung benötigten. Leider werden sie dann aber meist in falsche
Wertvorstellungen und Gesamtzusammenhänge gelenkt, und andererseits ist selbst das
"
autogene Training" den meisten Patienten zu lästig.
Psychoanalyse
Vom esoterischen Standpunkt ist eine
Psychoanalyse mit Wiederbelebung alter Erinnerungen ein grosser Fehler. Der Patient
sollte lernen im Jetzt zu leben.
Introspektion in Kombination mit inneren Übungen führt
langfristig zu höheren, besseren und tiefgreifenderen Ergebnissen und zu natürlichem
Selbstbewusstsein, sie sollte aber auf einer ganz anderen und auch dauerhaften Aspiration beruhen.
[Als unpraktikables Beispiel dazu die
esoterische Analyse von Depressionen, die erst einmal eine weit umfassendere Klarstellung
der möglichen Ursachen inklusive der Fehler in der Einstellung erfordert, mit der der
moderne nichtesoterische Patient natürlich nicht zurechtkommt und die der
moderne Psychologe nicht umsetzen könnte.]
Nicht zuletzt lehrt die Psychologie "sich selbst zu lieben", dh. die
Eigenliebe, die
ein Sockel des schwarzen Pfades ist, so wie die sture
Selbstbehauptung
das Kennzeichen des kleinen menschlichen Ichs ist. Die Sünde besteht in dem selbstsüchtigen Bestreben,
nur mit sich selbst eins zu sein. Etwas anderes ist das natürliche
Selbstwertgefühl , das so manchem Arbeitgeber schon beim Einstellungsgespräch
(DIN33430) ein Dorn
im Auge ist und evtl. als Respektlosigkeit eingestuft wird.
Arbeitswelt und Führungsstil
Ein großes Thema der Psychologie ist das menschliche Miteinander, für das dort keine
universalen Spielregeln wie die Introspektion entwickelt wurden,
dafür aber der Begriff der
Sozialen Kompetenz
und das moderne
TEAM-Modell,
- das in einem verstandesgelenkten System ganz schnell zu einem geschickten
Rollenspiel wird.
Diese moderne Basis der Arbeitsgruppen
ist ebenfalls eine moderne Errungenschaft die nichts mit praktizierter Nächstenliebe oder ähnlichem - was
durchaus möglich wäre - gemeinsam hat sondern in der Praxis mehr mit Gleichmacherei, Gleichschaltung, Intoleranz und
Herdentrieb - statt
Geselligkeit oder universellem
Gruppenbewusstsein, das nicht mit
moderner Globalisierung
zu verwechseln ist.
In vielen Schulen wird inzwischen dieser Herdentrieb bzw. das
Gemeinschaftsgefühl
als Sozialverhalten
im Zeugnis bewertet, obwohl ein Lehrer die in den Klassen auch aufgrund der Vermischung der
Gesellschaftsschichten bestehenden Probleme aus seiner
Sicht kaum bewerten kann bzw. diesbezüglich seine eigenen Vorstellungen hat
[Soft-Skills].
Das Sozialverhalten
von Graugänsen, Ameisen, Bienen, und Affen ist aber ein
instinktives und funktionelles, um als Gruppe zu überleben. Das Individuum spielt
hier kaum eine Rolle und Mobbing
wird als Zweikampf ausgeführt.
Der stärkste Bulle hat neben seiner Führungsfunktion eine versteckte genetische Aufgabe.
Der Mensch unterscheidet sich esoterisch von den Tieren durch seinen entwickelten Mentalkörper,
das mentale ICH, den Verstand und evtl. noch durch den Intellekt und die Intuition, je nach der
individuellen menschlichen Entwicklungsstufe.
Die höhere menschliche Entwicklung erfolgt aber individuell in einem sozialen Umfeld,
das in unserer modernen Gesellschaft eine entgegengesetzte Entwicklung vollzieht.
Leider bevorzugen unsere undemokratischen Führungsschichten auf breiter Basis immer mehr den
Champignon-Führungsstil
(z.B. "Lenken auf Entfernung"). Die in Schulungen scheinheilig oder einfältig angebotene
Alternative ist das Modell eines "kooperativen Führungsstils", nur fehlt dazu die Bereitschaft,
denn dieser erfordert reife und mündige und nicht abgewürgte Bürger, die nur funktionell
kreativ sind. Ein Führungstil über eine Task-Force führt natürlich auch zum Ziel, denn der
Zweck heiligt in der globalisierten Geschäftswelt immer mehr die Mittel und Geld regiert die Welt.
Stattdessen werden heute
Zielvereinbarungen als Druckmittel über die Bewertung misbraucht und
geben einen Ausblick auf zukünftige gesellschaftlich Zwänge.
Individuum in der Gemeinschaft
"Es ist falsch, zu fordern, der Einzelne habe sich der
Gemeinschaft zu unterwerfen oder
mit ihr zu verschmelzen. Eine Gemeinschaft kann sich nur durch ihre fortschrittlichsten
Individuen
entwickeln, und diese können nur wirklich weiterkommen, wenn sie frei sind.
Es ist aber wahr, dass der Einzelne seine Einheit mit der Gemeinschaft und mit dem All
in wachsendem Masse findet, sowie er spirituell fortgeschritten ist",
(Sri Aurobindo, Das Göttliche Leben, II,28)
"Im gnostischen oder göttlichen Wesen, im gnostischen Leben, wird ein nahes und vollständiges
Bewusstsein des Selbstes der Anderen bestehen, ein Bewusstsein ihres Denkens, des Lebens, des
körperlichen Seins, welche gefühlt werden als wie die eigenen.
Das gnostische Wesen wird nicht aus einer Oberfläche von Liebe und
Sympathie oder einem ähnlichen Gefühl heraus handeln, sondern aus diesem nahen
schweigenden Bewusstsein, dieser vertrauten Einheit."(Sri Aurobindo, Das göttliche Leben II,28
- Er spricht hier allerdings vom Meister)
Werbung
Die Psychologie wird bekanntermassen auch in der Werbung ohne Hemmungen eingesetzt (Neuromarketing), sei es bei der Gestaltung von Bildern oder auch bei der Dosierung von Zutaten vieler Lebensmittel
wie Geruchs- und
Geschmacksstoffen und Appetitanregern.
So trägt sie zum sittlichen Verderb der Gesellschaft bei und gibt korrupten
und sittlich ungefestigten Zeitgenossen immer mehr Möglichkeiten in die Hand.
Wer einmal das "Who is who" gelesen hat, weiss, daß in amerikanisch geführten Firmen
ein psychologischer Eingangstest bei einer Einstellung üblich ist, der jede
unerwünschte Individualität auszuforschen versucht und klar
menschenrechtswidrig ist. Solche Test sind inzwischen auch in vielen deutschen Firmen an der
Tagesordnung, wo Religiösität ein Killerkriterium sein kann.
Meditation
In den letzen Jahren gab es Versuche seitens verschiedener Psychologen, die verschiedenen
Meditationstechniken wissenschaftlich per Messungen von Alphawellen und von
Gehirnströmen,
von Veränderungen der Blutzusammensetzung
bezüglich verschiedener Hormone
und im Gehirn wirksamer Substanzen zu erfassen (in Deutschland u.a. Professor Engel in Dortmund).
Die Psychologie hat in dieser Hinsicht ja hauptsächlich die
Hypnose(NLP), die
Autosuggestion, die
Hypnotherapie und
das autogene Training
anzubieten.
Schon in Prof. St. Palos : "Atem und Meditation" finden sich aus anderen Gründen
solche aussagekräftigen Messungen von chinesischen Atemübungen.
All das ist aber keine Hinwendung zur Spiritualiät sondern der Versuch, sich
diese Techniken nutzbar zu machen in dem Stile, wie sich unsere Kultur alles nutzbar
zu machen versucht, dessen sie habhaft werden kann, begleitet von dem
Bemühen, es scheinbar wissenschaftlich auf das
materialistische Weltbild abzubilden.
Schliesslich ähnelt ja auch das autogene Training einer Mischung aus Qi-Gong,
Hatha-Yoga und magischem Imaginationstraining.
(Dazu auch : E.Taylor-M.Murphy-St.Donovan: The physical
and psychological Effects of meditation). Klinische Methoden sind z.B.
die Benson-Methode, die Klinisch-standardisierte Meditation(CSM) nach Carrington
und das "Mindfulness-based Stress-Reduction(MBSR)-Programm" nach John Kabat-Zinn,
neuerdings wird das Vipassana eingehend erforscht.
All das wäre einerseits ein Ansatz einer Variante des schwarzen Pfades, andererseits
spielt ein Psychologe als Ersatzguru mit Dingen, in denen er nicht kompetent
ist, die er nicht beherrscht, und von denen er ab einem bestimmten Stadium Abstand
halten sollte.
Intensive chinesische Atemtechniken ala Palos werden in einer bestimmten Umgebung
durchgeführt und unter erfahrener Kontrolle. Diese Techniken einfach ins tägliche Leben
zu integrieren, um ausgeglichen zu sein und Erfolg und Energie zu haben,
kann sich in entsprechender unreiner Umgebung in das Gegenteil verkehren, denn hier wird unkontrolliert
mit teilweise polaren Energien gespielt, die halt zu anderen Welten gehören, die dort Wirkungen
und insbesondere Verflechtungen erzeugen und nicht zuletzt dort bemerkt werden.
Die göttliche Vorsehung hat für solchen Missbrauch spiritueller Energien wenig Verständnis,
denn es ist ein "Perlen vor die Säue werfen"(Matthäus,Kapitel 7,6) im Sinne
von "Meditieren und arbeiten und erfolgreich sein", und zudem beim fortgeschrittenen
Meditierenden eine unbewusste "Sünde wider den heiligen Geist".
Die Psychologie ist also eine Wissenschaft, die sich mit dem niederen Selbst und seinem kleinen Ich und
den ihm unterstellten bewussten und unterbewussten Kräften befasst, bis herab
zur "blinden Anake" des Unbewussten, das sie aber nur begrifflich erfasst hat und
von dessen Abgründen sie nichts ahnt. Die Spiritualität vollzieht hingegen die
komplette Transformation und Höherentwicklung des Menschen und seiner Anlagen.
Nachdem ich die Psychologie nun ziemlich verrissen habe, möchte ich noch
Meister "Sri Aurobindo" zitieren, der sagte : "Die Psychologie ist nur
die masslose Verallgemeinerung von einigen kleinen Wahrheiten."
Diese zu kennen kann natürlich bei der Introspektion manchmal ganz
nützlich sein, wenn man sie richtig einzuordnen versteht, so wie jedes Wissen manchmal
nützlich sein kann.(Dazu auch Ch. N. Norbu : Buddhismus und Psychologie, Shang Shung Edition;
Hazrat Inayat Khan : Spiritual Dimensions of Psychology)
"Die Verhaltensregeln des Körpers werden vom Unterbewussten und
Unbewussten diktiert :
Im gnostischen Wesen aber ist das Unbewusste bewusst geworden, der gnostischen Aufsicht
unterstellt und von ihrem Licht und ihrer Wirkung durchdrungen. Das zugrundeliegende
Unbewusste mit seiner Dunkelheit, seiner Zweideutigkeit, mit seinen gehemmten Reaktionen,
wird durch das Erscheinen des Wahrheitsbewusstseins in ein tieferes oder tragendes
Überbewusstsein umgeformt werden", (Sri Aurobindo, Life Divine II,27)
Spätestens auf der Stufe 18 der U.L. hat der Eingeweihte sein Unbewusstes überwunden.
Er schläft und träumt nicht
mehr, da er nichts mehr durch
Träume ausgleichen muss und benötigt dann noch ca. zwei Stunden Ruhe täglich, das alles aber
nur als Ankündigung von weit umfassenderen Bewusstseinszuständen.
"Unser Wesen dürstet nach Vollkommenheit; nicht diese menschliche Vollkommenheit, die eine
solche des ICHS ist und der göttlichen den Weg versperrt, sondern jene
Vollkommenheit, die die Macht hat, auf Erden ewige Wahrheit zu offenbaren".
(Die Mutter, Aurobindo)