Der Stufenweg des Buddhismusses
Der Buddhismus geht auf Buddha Shakyamuni(Gotama) zurück. Buddha Shakyamuni wurde vor 2620 Jahren als Sohn des Königs Schudhodhana aus dem Geschlecht der Schakyas geboren.
Dieser historische Buddha Gautama lehrte allerdings ursprünglich nur einen "vierfachen Pfad", der von seinen Nachfolgern erweitert wurde. Dazu auch : " Dhammapada - Lehrreden des Buddha"
Allgemein bekannt ist der heilige achtgliedrige Pfad (des Theravada) :

1. Vollkommene Erkenntnis (oder rechte Erkenntnis etc.)
2. Vollkommener Entschluss
3. Vollkommene Rede
4. Vollkommenes Handeln
5. Vollkommener Lebenserwerb
6. Vollkommene Anstrengung
7. Vollkommene Achtsamkeit
8. Vollkommene Sammlung
(nach W. Evans Wentz : Geheimlehren aus Tibet), wenngleich die moderne buddhistische Philosophie noch weitaus umfassender ist.
Der Ausgangspunkt der buddhistischen Lehre des Gautama Buddha(Shakyamuni) sind die vier edlen Wahrheiten :

Alles Dasein ist unablässigem Leid unterworfen
Die Ursache des Leidens ist der Durst (tanha) nach Existenz, nach Sinnesgenüssen
Die Beseitigung des Durstes hebt das Leiden auf
Der Weg zur Beseitigung des Leidens ist der "Edle achtfache Pfad"

Dieser umfasst : rechte Anschauung, rechten Entschlusss, rechte Rede, rechten Lebenserwerb, rechtes Bemühen, rechte Achtsamkeit, rechte Sammlung.

Zu den Lehren gehören auch die acht weltlichen Bedingungen, dh. Gewinn und Verlust, Ehre und Verachtung, Lob und Tadel, Freude und Leid, gegen die Gelassenheit und Gleichmut empfohlen werden. Hinzu kommen die drei Kleshas. Der Buddhist ist daher idealerweise bemüht, hier und heute und stets bewusst zu leben.

Die allbekannten Stupas, die teilweise zu Tempeln umfunktioniert wurden, werden Padmasambhava werden zugeschrieben, der schon damals darauf hinwies, daß die 'große Leere' vom Geist durchdrungen ist[1.]. Sie bekamen in Laufe der Zeitalter eine mannigfaltige symbolische Bedeutung wie als Darstellungen der vier Elemente und des Akasha-Punktes (zB. mit den Keimsilben KHA, RA, HA, WA und A) oder auch als Darstellung des Berges Meru.
Quabbalistische Buchstabenübungen wurden in anderer Form auch von Buddhas Vorgänger Dipamkara praktiziert und im tibetischen Dzogchen Bonpo überliefert.

Die Techniken des Qi Gong, wie sie auch von den chinesischen Kung-Fu-Mönchen praktiziert werden( Buddha Vajrapani) und wurden, die in mancher Hinsicht den Techniken des Kalachakra ähneln, entstammen aber späteren Vermischungen mit dem Taoismus.

So finden sich heute sehr viele Seitenzweige, die nur Aspekte der buddhistischen Philosophie praktizieren, und die den Sucher sehr verwirren können bzw. die oft leider auch vom Teilverständnis der reinen Lehre zeugen, auch bedingt durch bestimmte einseitige spekulative Anschauungen buddhistischer Philosophie.

Ein ungelöstes Problem ist bis heute die Ungeklärtheit der letztendlichen Entstehung der Dinge inklusive der 'Großen Leere' und des Geistes, dh. das Fehlen eines physikalischen Weltbildes von Ebenen wie im Hinduismus, an das sich die Philosophie anlehnen kann.
Der moderne Buddhismus endet daher mit dem Mahanirvana(U.L. Stufe 19), dem unteren Göttlichen, dem Dharmakaya.
Die Entwicklung wird eher spirituell-psychisch dargestellt und Erkrankungen z.B. über meditative Reinigung von den "drei Giften" behandelt, nebst tibetischer Medizin oder Ayurveda(verschiedene Lamas).

Der Buddismus kennt in Mara eine Zentralfigur des Negativen (ähnliche wie z.B. Radhasoami den Kal kennt).
Daher zählt man im Mahayana vier Maras als die vier Hindernisse auf dem Weg zur Erleuchtung:
1. Devaputra-Mara : Schwelgen in angenehmen Sinneseindrücken (bzw. Anhaften an den Freuden des Deva-Bereichs)
2. Klesha-Mara : Störgefühle verschiedenster Ausprägung
3. Skandha-Mara : Vorstellung, die Bestandteile der eigenen Person als ein wirkliches Ich anzusehen
4. Mrtyupati-Mara : den Tod für letztendlich wirklich zu halten und nicht die Unsterblichkeit des Geistes zu erkennen (mit Geist ist hier vergleichsweise der atmische Körper gemeint)
Dazu u.a. : "Dalai Lama, Einführung in den Buddhismus" (übersetzte amerikanische Hochschul-Vorlesung ), bzw.: "Die Essenz der Meditation"

Es sollte nicht übersehen werden, dass die ältesten erhaltenen Schriften (wie der Pali-Kanon) des Buddhismusses aus einer Zeit von über 200 Jahren nach dem Tode Buddha Gautamas stammen.

Eine Vielzahl anderer alter Schriften wie das Diamant-Sutra, wurden im Gebiet der chinesischen Magoa-Grotten bei Dunhuang gefunden. Dort findet sich auch eine langgestreckte Höhlenzeichnung mit denStufen des Pfades. Auf der Stufe 15 reitet dort ein Mönch auf dem mythischen Vogel Garuda .
Die Lehre wurde in den Jahrhunderten verändert und stark verkompliziert, auch bedingt durch hinduistische und tantrische Einflüsse.

"Drei Dinge leuchten offen und nicht im geheimen : Die Sonne, der Mond und die Lehre des Vollkommenen" soll der Buddha gesagt haben. Trotzdem entstand im Laufe der Jahrhundere innerhalb des Buddhismusses eine Geheimlehre, von der auch der Lebenslauf des Buddha zeugt :

Auch der Lebenslauf Buddhas mit der Versuchung durch Mara lässt sich als Einweihungsschrift der 22 Stufen (bis Stufe 20) deuten. (Alte Lektüre dazu R. Steiner : Das Christentum als mystische Tatsache, S. 77 - allerdings fehlerhaft!)
Der Lebenslauf des Buddha Gotama Buddha Gotama wurde von der 40jährigen MAYA geboren, der Hauptfrau seines Vaters Suddhodana, dem Raja der Republik Sakya. Daher stammt der Name Sakyamuni. Die stofflichen dunklen Äther haben also schon einen Reifezustand erlangt, daher die 40 Jahre.
Bei der Geburt Gotamas (Stufe 2) kränkelt Maya schon, dh. sie verliert langsam ihre Macht über Gautama, daher auch ihr Traum vom "weissen Elefanten". "Gau" bedeutet im Hinduismus auch "Kuh", dh. die Kuh, die Krishna führt, das vierte Element.
Der Aspirant Gautama hat hier schon eine Entwicklung vergleichbar mit dem YAMA des Raja-Yoga umgesetzt, eher wird er nicht "geboren", und dabei streift er die grobe Bindung an Maya und ihre Welt der Täuschungen und Verblendungen weiter ab.
(Ähnlich verläuft auch die Geburt von C.R. (Christian Rosenkreuz) in der rosenkreuzerischen Fama Fraternitatis).
Sieben Tage nach der Geburt(U.L. Stufe 9) stirbt MAYA(s Einfluss), dh. Gotama wird immer mehr Herr des durch Maya verursachten Karmas und ihrer täuschenden und bindenden Kräfte.
Nach dem Tode der MAYA wird er zur Tante Prajapati gebracht, die ihn natürlich selbst als Seele darstellt, dh. er hat sich vollkommen von der Maya befreit und er "dreht nun das Rad" auf Stufe 10 oberhalb des Samsara der Maya-Kräfte. Er wird zum Siddharta("Einer, der seine Wünsche erfüllt hat"). Da diese unstillbar sind, hat er hier sein Selbst bezähmt(Stufe 11, den Löwen).
Die Tarotkarte 11 zeigt diese "Tante" Pajapati mit dem gezähmten Löwen
In Asien stehen an den Eingängen der Tempel vielfach mehrere Löwen. Diese symbolisieren, dass derjenige, der den Tempel betritt (Stufe 12, 2 Säulen), erst sein Selbst (auf Stufe 11) überwinden muss, seine Verhaftung an die Materie. Erst dann kann er das Tor des Tempels mit seinen beiden Säulen durchschreiten, dh. den Tempel in sich erbauen und damit - buddhistisch gesehen - die Kraft der Güte entwickeln, die er auf der Stufe 13 benötigt. Wahre Güte beruht also auf Selbstlosigkeit. Somit sind diese Löwen eine Art von "Hüter der Schwelle".
Mit 16 Jahren wird er mit seiner schönen Cousine Yasodhara verheiratet (Stufe 12), die ihm nach 13 Jahren seinen Sohn Rahula (Bedeutung : Fessler, dh. der 4 Elemente oder 'Sieg der Quinta Essentia') gebiert, der nach manchen Darstellungen 6 Jahre im Mutterleib war - dh. der Probepfad.
Rahula ist esoterisch gesehen ein ganz besonderer spiritueller Sohn (Stufe 15.1, 1.Einweihung : Geburt des "göttlichen Kindes".) Die beiden entwickelten Säulen des Tempels "Siddharta-Yasodhara" vereinigen sich wie " Gabricus - Beya".
Als dreissigjähriger ist er voll entwickelt und befiehlt er seinem Lieblingsdiener Channa, das Pferd zu satteln, und sie verlassen das Königreich (und beschreiten den Pfad der Einweihung). Am Fluss Anoma lässt er alles zurück und überquert den Fluss, dh. er betritt den langen Pfad und wird schliesslich von MARA mit Bildern schöner Frauen versucht(Stufe 15.5 ; Venusphase).
Diesen "Fluss ohne Boden"(Saturnus) überquerte er schon einmal auf der Stufe 13.
Das "Pferd" steht hier als Symbol für die Kraft der spirituellen Alliebe, die nicht mit der ichbezogenen menschlichen Liebe(Gefühl) zu verwechseln ist, die der Begierde entspringt bzw. auch eine Frage der Zuneigung sein kann. Diese All-Kraft führt zu dem Prozess, der den Anfang dieses "langen Pfades" einleitet.
Seine 5 asketischen Gefährten entsprechen den 5 Elementen (besser den 5 Hüllen) der Maya, die am "Grossen Werk" beteiligt sind. Ab Stufe 17 erfolgt die Entwicklung über die atmischen Kräfte des Geistes, daher "verlässt" Gotama sie.
Er lässt das Fasten und baut einen neuen spiritualisierten Körper(Nirmāna-kāya, Sambhogakāya;Trikaya) auf, und geht nach Bodhgaya, dh. er erreicht die Stufe eines entwickelten Bodhisattwas (der vom 2ten anderen Ufer sein sollte).
Nach einer Meditation von sechs Tagen und sechs Nächten, an einem Morgen nach Vollmond im Mai, erlangt er die Erleuchtung. Die Tarotkarte 18 zeigt diesen "Vollmond".
Am Anfang der nächsten Stufe(Stufe 19) erlangt er also die Erleuchtung. Dann bleibt er für 3 Wochen Meditation unter dem spirituellen Baum(des Lebens, siehe Apokalypse), um den Prozess zu beenden und er erlangt die "doppelte Erleuchtung"(Mahanirvana).
Die Sarwa Buddha Dakini entspricht dabei dem Kausalkörper(der höheren Persönlichkeit), der auf der vierten Einweihung vergeht zugunsten der Kraft des höchsten Geistkörpers(ind. Paramatma-Purusha), der den Erleuchteten von nun an bestimmt.
Am Ende seines Lebens hat er alle "Bekannten und Verwandten" bekehrt (Vater und Mutter, - dh. Arterhaltungstrieb und Selbsterhaltungstrieb, hatte er ja schon auf Stufe 18 "erschlagen"). Er hat alle Kräfte in sich in seinen niederen Körpern transformiert und seine karmischen Verflechtungen beseitigt. Er hat nicht nur die Unwissenheit in sich vollkommen beseitigt, und so bleiben von keiner Seite "offene Fragen" zurück. Er endet mit den Satz : "Alle Dinge sind vergänglich".
Danach geht er über Stufen immer tieferer Meditation ins Para-Nirvana ein(Stufe 20) und erlangt die Meisterschaft der Stufe 20 der Universellen Lehre, dazu die Tarotkarte 20.(Vergleichbar hiermit ist die Himmelfahrt Christi.)

Diese Interpretation ist im heutigen Buddhismus ziemlich unbekannt und lässt die Lamas evtl. als nicht richtig in die ursprüngliche Tradition eingeweiht darstehen, die teilweise der Ansicht sind, allein Buddhas Lehre in seiner Tradition zu lehren.
Daher will ich das hier nicht weiter ausführen. Es bedeutet auch nicht, dass der moderne Buddhismus (zB. Kagyü oder Dzogchen ) nicht zur Erleuchtung führen kann. Andererseits versteht sich der tibetanische Buddhismus ja auch als eine "dritte Drehung des Rades" mit tantrischen Lehren aus den letzten Lebensjahren des Buddha.

Es muss aber auch gesagt werden, dass die traditionelle "Vipassana-Meditation" allein kaum zur Erleuchtung führen kann. Das geht auch aus dem Verständnis der Universellen Lehre hervor. Sie ist eine Anfängertechnik ohne die letztendliche Kraft zur Transformation. Die Fortgeschrittenentechniken wurden traditionell mündlich überliefert und sind meist verlorengegangen bzw. erfuhren sie eine Erneuerung. Heute werden Sie von den Lamas per Einweihung oder Übertragung und Ermächtigung weitergegeben.

Es gab gute Gründe für die Entstehung von Mahayana und Vajrayana, da es an Erleuchteten mangelte. Damit habe ich mir wohl ein vielfaches Stirnrunzeln eingehandelt, insbesondere von denjenigen, die den Buddhismus anerzogen separatistisch und mangels universellem Verständnis als eine spezifische Lehre auslegen.

Im Laufe der Jahrtausende entstanden im Buddhismus mehrere grosse Schulen mit verschiedenen Praktiken, die teilweise einen Neubeginn bedeuteten :

1. Der Hinayana-Buddhismus (Kleines Fahrzeug, klassischer Theravada, Selbsterlösung)

2. Der Mahayana-Buddhismus (Grosses Fahrzeug, Erlösung aller Wesen, Trikaya) - 2te Drehung des Rades
Der Schüler sollte Erfahrung der drei prinzipiellen Aspekte des Mahayana - Pfades haben : Verzicht auf das Samsara , bodhicitta (Verlangen nach echter vollkommener Erleuchtung zum Wohle aller Wesen), Verstehen der Leerheit von eigenständiger Existenz ; Prajna-Paramita-Sutren ; sechs Paramitas ( Grosszügigkeit, ethisches Handeln, Geduld, Ausdauer, Sammlung und Weisheit). Mahayana besteht aus den zwei Fahrzeugen des Paramitayana und des Mantrayana. Hier findet sich ebenfalls die Ansicht, Buddha Gautama habe seine Lehre je nach Auffassungsgrad der Schüler gelehrt, und die Schriften hätten eine geheime Bedeutung.

3. Der Tibetanische tantrische Buddhismus (Diamantfahrzeug bzw. Vajrayana), der sich auf Nagarjuna bezieht : Erlösung aller Wesen und Befreiung vom Leiden (Vier Haupttraditionen).

4. In China und Japan verbeitete sich der Amitabha-Buddhismus. Daher habe ich HIER auf dieser Webseite eine traditionelle Technik offengelegt.

Der Vajrayana - Pfad besteht u.a. aus den 4 vorbereitenden Übungen (ngöndro, Zuflucht zum Lama, bodhicitta), den 5 Meditationen mit Visualisation (Sadhana,Ritualtext,yidam) und den Meditationen über die Natur des Geistes(Dzochgen, Mahamudra; Leerheit und Klarheit des Geistes).

Alle Schulen des tibetischen Buddhismusses vetreten offiziell seit Kamalashila den Ansatz einer stufenweisen Entwicklung zur Erleuchtung.
Der Aufstieg zur Vollendung gehe in zehn Stufen (bhumi) vor sich, die in der sukzessiven Meisterung der zehn Vollkommenheiten (paramita) ihren Ausdruck finden, indem jede Stufe einer der zehn Kardinaltugenden entspicht, zuletzt findet die Synthese statt.
(Details und Sutras auch unter Buddhismus , Absatz : Online-Texte auf dieser Webseite)

Bekannt ist die vierfache Zuflucht der Vajrayana-Schule :
Namo Guru bei, Namo Buddhaya, Namo Dharmaya, Namo Sanghaya
Ich nehme meine Zuflucht zum Guru, zum Buddha, zum Dharma, zum Sangha.

Der Guru war eigentlich zuerst für den Buddhismus untypisch, höchstens als Lehrer.
Dunkle Schutzgottheiten wie Mahakala (hindu.: Bhairab - oberflächlich als zornvolle tantrische Manifestation von Avalokiteshvara angesehen), die im Shivaismus als Zorn Shivas angesehen wird, beruhen aber wie auch die tibetische Götterwelt auf späteren hinduistischen bzw. uralten tibetischen Einflüssen und haben auch eine tiefere symbolische Bedeutung. Götter sind anders als in anderen Religionen meist nur tantrische Meditationshilfen.

Der Konflikt zwischen Hinduismus und Buddhismus ist beruht auch auf dem Fehlen des gegenseitigen Verständnisses. Es existieren durchaus Übereinstimmungen :
Shiva - der reine Unberührte Vishnu - als Verkörperung von Mitleid und Güte, die alldurchdringende Kraft die das Universum erhält und die kosmische Ordnung(Dharma) aufrechterhält Brahma - Schöpfer der Formwelten
Grosse Leere - die erschafft Karuna-Prajna - alldurchdringender Geist Göttliche Formen
Die 3 hinduistischen Schöpfergottheiten befinden sich im unteren Tapa-Loka) - also im kashmirischen Shivaismus im Ishvara-Tattwa!

Bezüglich des Trikaya entspricht der Dharmakāya dem hinduistischen Paramatma-Purusha(Satpurush).

Heutzutage wird insbesondere die Position eines Boddhisattwas oft mystifiziert(zum Wohle aller Wesen) oder auch missverstanden(8 Bodhisattva-Stufen), genau wie die Erleuchtung und das Para-Nirvana.
Dieser ist eine Person, die darauf vorbereitet ist, ein Buddha zu werden, und er sollte vom "zweiten anderen Ufer" sein. Figuren von Bodhisattvas erscheinen gwöhnlich in Gesellschaft eines sitzenden oder meditierenden Buddhas, der auch evtl. über ihnen schwebt. Sie können männlich oder weiblich sein. Die bekanntesten sind Avalokiteshvara(in Anlehnung an Maheshvari und Ishvara), die Personifizierung des Mitleids, und Manjusri, der Bodhisattva der Weisheit.

Avalokiteshvara ist der respektierteste und populärste Bodhisattva. In China wird Avalokiteshvara als weiblich betrachtet und ist für ihre weiblichen Qualitäten der Barmherzigkeit und der Großzügigkeit bekannt, und sie wird in der Regel in der Gesellschaft von Amitabha dargestellt.
Über Avalokiteshvara wird gesagt, dass sie 32 Avatare habe. Sie wird porträtiert mit tausenden von Händen und Augen und vielen Köpfen. Sie hält gewöhnlich eine Lotosblume, eine Vase oder einen Weidenzweig in der Hand.
Manjusri wird in der Regel auf der linken Seite des Sakyamuni dargestellt. Er trägt ein lila und goldenes Kleid und sein Haar ist gebunden in einem Knoten an der Spitze. Er reitet meist auf einem Löwen und hält einen grünen Lotus in seiner linken Hand, während er ein Schwert in seiner Rechten schwingt.

Diese beiden Bodhisattwas repräsentieren auf diesen Bildern die beiden bekannten Säulen (Ida/Pingala) in ihrem höchsten Entwicklungszustand vor der Erleuchtung, denen die Eigenschaften von Mitleid und Weisheit zugeordnet werden, die auch die Tarotkarte 20 zeigt. Andererseits sind Meditationsbuddhas auch als Yidam zu sehen.
Der heutige populäre Buddhismus ist eine Vermischung mit hinduistischem Tantrismus , Bön , Lamaismus, Lehren verschiedener späterer Buddhas bzw. Bodhisattwas, tibetischer Siddhas und Chan- und Zen-Lehren.
Hinduistische Gottheiten wie Lokeshvara(Ishvara), Saraswati und Shiva hielten vielerorts Einzug.

Die tantrische Yab-Yum - Darstellung eines Buddhas, der sich mit einer kleineren(evtl. schwarzen) Partnerin vereinigt, ist aber nicht notwendigerweise die Darstellung des linken Pfades des Tantra(Maithuna : Das Spiel mit der Transformation der Schlange wie im Kula-Tantra) sondern die Vereinigung von Jiva und Paramatma-Purusha, dh. des Geistes und der individuellen Seele (umgeben von den verschiedenen höheren und niederen personifizierten Kräften ) - d.h. die Erleuchtung !
Der Buddhismus wird von vielen Suchern als eine atheistische Erleuchtungsreligion benutzt, ähnlich wie der Taoismus. Allerdings kann der Buddhist nicht letzte Fragen wie zB. die Frage nach der Herkunft des Geistes bzw. der Herkunft der " Grossen Leere" beantworten, bedingt dadurch, dass er dazu noch höher aufsteigen müsste(, was nur momentan Buddhas auf der Sonne möglich ist, da der planetarische Logos dieses blockiert).
Die große Leere ist nach Padmasambhava vom Geist durchdrungen (vergleichbar mit dem kabbalistischen 'Kether') und einzig Milarepa erwähnt noch höhere Geisteszustände als die große Leere.
Eine ähnliche Leere, das Nichts, kennt wie gesagt auch die Kabbala unter dem Begriff 'Belima'('das-los') und darüber Reschit, der usprüngliche göttliche Geist. Weiterhin ähnelt(bzw. entspricht) das kabbalistische En-Soph-Aur(das unendliche Licht) dem unendlichen Licht des Amitabha-Buddha.
Der erleuchtete Buddhist muss sich eigentlich fragen lassen, wieso er sein momentanes erleuchtetes Erkenntnisvermögen als Massstab für die letzten Dinge festlegt, da sein Erkenntnisvermögen sich doch davon abhebt. Die eigentliche Frage, die nicht gestellt wird ist die, wieweit die individuelle erleuchtete Erkenntnis reichen kann in Bezug auf die letzte Weisheit, sofern diese so überhaupt erlangt werden kann (Samtan-Pfad).

Zuletzt möchte ich noch auf einen im heutigen Buddhismus vielfach missverstandenen Begriff eingehen, das NIRVANA als dem angeblichen 'Verlöschen des Ichs' und der Person, was von den Shakyas übernommen wurde und dem auch der Dalai Lama in seinen Buch ' Die Weisheit der Leere' widersprochen hat :

"Schweigen und Eintreten in eine weite oder sogar unermessliche oder unendliche Leere gehört zu der inneren spirituellen Erfahrung. Das physische Denkwesen scheut dieses Schweigen und diese Leere und fühlt ein gewisses Mißbehagen. Das kleine oberflächlich geschäftige Denk- oder Vitalwesen schreckt voller Bedenklichkeit davor zurück, denn es verwechselt Schweigen mit mentaler oder vitaler Stumpfheit, und die Leere mit Auslöschen und Nichtsein.
Dieses Schweigen ist aber das Schweigen des Geistes, die Grundlage für höhere Erkenntnis, für grössere Macht und Seligkeit. Diese Leere ist das Leerwerden der Schale unseres natürlichen Wesens, ein Ausgiessen ihres trüben Bodensatzes, damit sie gefüllt werden könne mit dem Weine Gottes. Sie bedeuten nicht den Übergang zum Nicht-Sein sondern zu einem höheren Dasein. Selbst wenn das Wesen auf das "Erlöschen" zugeht, führt dieses Erlöschen nicht in ein Nicht-Sein sondern in eine unaussprechliche Weite des spirituellen Seins oder zum Sprung in das unsagbare Überbewusstsein des Absoluten",
(Sri Aurobindo Das Göttliche Leben, Life Divine II,28,S.1065).
Es gab im neueren Buddhismus Richtungen mit der Vorstellung eines letztendlichen Schöpferbuddhas , dem ( Adi-Buddha o.ä.) als Synthese aller Kräfte aller Buddhas. Dieser entspräche aber höchstens dem kabbalistischen EN-Soph. Ein Adi-Buddha im Sinne der Stufe 22 der Universellen Lehre existiert erst auf der Sonne.

Eine weibliche Schöpfergottheit existiert im Kalachakra (Rad der Zeit) auf einer niederen Ebene, die im letzteren aber nie das Nirvana überschritt, bzw. wurde das Kalachakra nie vollständig interpretiert, da es ja uralt ist und schon Änderungen erfuhr. Anderseits ist Samantabhadri nicht mit der Adishakti zu verwechseln.
Buddha Gautama kannte diese höheren Ebenen sehr wohl und kommentierte :"All die grossen Götter und Gurus wollen euch nur benutzen" (d.h. ohne Überschattung von oben lassen die höheren Götter niemanden in die rein göttlichen Ebenen, und der Samtan-Pfad endet auf der 5. Einweihung bzw. der Stufe 20).

Erst in den Büchern von H.P. Balvatsky kommen noch höhere Stufen zur Sprache, wie Maha-Paranirvana und Parasamvit, die aber von den die meisten Schulen nicht akzeptiert werden.
Der zukünftige Maitreya-Buddha dürfte hier einen schweren Stand haben.

...Von dem tiefen unergründlichen Wirbel goldenen Lichtes, in dem der Sieger badet, erhebt sich in tausend Tönen die wortlose Stimme der All-Natur und verkündigt : Friede sei mit euch, ihr Menschen von Myalba (Hölle).
Ein Pilger ist vom anderen Ufer zurückgekommen. Ein neuer Erlöser wurde geboren.
Friede sei mit allen Wesen.

H.P. Blavatsky, Die Stimme der Stille bzw. als PDF ! und ein WIKI
"Wenn der Eisenvogel fliegt und die Reitpferde auf Rädern rollen wird der Mann aus dem Schneeland seine Heimat verlassen müssen und der Dharma wird die Länder des rotwangigen Mannes erreichen"(Prophezeiung des Padmasambhava aus dem 8. Jahrhundert). Nach einer Prophezeiung des tibetischen Nechung-Orakels wird der Buddhismus die einzige Religion sein, die in 200 Jahren noch überleben wird. Bis dahin wird sich die Welt aber auch spirituell vollkommen verändert haben.

"Ich sehe all die verschiedenen religiösen Traditionen als Pfade für die Entwicklung des inneren Friedens, der die wahre Basis des Weltfriedens ist. Diese alten Traditionen kamen zu uns als ein Geschenk unserer gemeinsamen Vergangenheit. Werden wir fortfahrenes sie als ein Geschenk zu schätzen und es weitergeben an die zukünftigen Generationen als eine Erbschaft unseres gemeinsamen Verlangens nach Frieden ?"
-Seine Heiligkeit der Dalai Lama ( Aus "The Pocket Dalai Lama," herausgegeben von Mary Craig, 2002. Nachdruck Shambhala Publications.)
Zur Darstellung des Karmapas als grösstem Siddha mit der "Schwarzen Krone aus Millionen von Haaren" ist wohl eher zu sagen : "Kategorie : Buddhistische Märchen". Die Erzählung über die 'schwarze Krone aus Millionen Haaren' ähnelt den Geschichten über Maitreyas überwältigende Liebesausstrahlungen im Tusita-Himmel. Schwarz steht für Siddhis auf Basis der materiellen Äther und damit letztendlich der Maya und damit behindern sie die Erleuchtung eines Bodhisattwas. Allerdings wird auch der Vajrasattwa-Buddha mit einer schwarzen Krone dargestellt, der auch bei karmischen Hindernissen angerufen wird. Natürlich hat der Karmapa selbst noch weitere Einweihungen.
Ausserdem sind solche Kräfte eine grosse verblendende Versuchung. Es ist auch für den Realitätssinn der Schüler schlecht, wenn diese über illusionäre Kräfte und damit verbundenen Schutz eines Gurus schwärmen.

Im Vajrayana gibt es aber auch weitere Kronen wie z.B. die rote Krone mit den 3 Kreuzen.

Lit.:
Manfred Seeger : Buddhistische Grundprinzipien (nach Karma-Kagyü) ist philosophisch grundlegend.
Lama Dagsay Tulku : Das Praxisbuch der tibetischen Meditation (mit Audio - Cdrom), vom ehemaligen Hauptlama des Chokri-Klosters im Osten Tibets.
Lama Angarika Govinda : Grundlagen tibetischer Mystik (bietet eine grundlegende Einführung.)
Samdhon Rinpoche : Buddhistische Meditation, die Regeln, Übungen und Bedingungen
Tenga Rinpoche : Sutra & tantra , 1989
Lama Ch. Norbu : Spiegel des Bewusstseins , Diederichs TB
The Union of Mahamudra & Dzogchen ; Chökyi Nyima Rinpoche
Essenz des Vajrayana(The Highest Yoga Tantra Practice of Heruka Body Mandala),Geshe Kelsang Gyatso
Führer ins Dakini-Land(Die Höchste Yoga-Tantra-Praxis von Buddha Vajrayogini),Geshe Kelsang Gyatso
Agehananda Bharati : The Tantric Tradition, Samuel Weiser Inc., New York, 1975 ISBN 0-87728-253-6
Weblinks :

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