|
Meditation ist ein weitreichender Begriff, der in der Praxis von
einer ruhigen Entspannung, dem Zurückweisen von Gedanken und
dem versunkenem Nachdenken über bestimmte Inhalte reicht.
Verbreitet sind insbesondere
- die gedankliche Wiederholung von ausgewählten Worten(wie in der alten rosenkreuzerischen "Ich Bin" - Meditation)
- die chinesische Atem-Meditation bzw. die Chan-Meditation
- die Atem-Mantra-Meditation(So-Ham; Sivo-Ham; Hong-Sau ; Om-Ma;
Ra-Ma;
Chiang-Chieng(
Palos); etc.)
- die gedankliche Wiederholung von Mantrams (Japa) wie AUM, OM, Hari Om, Om ah hung,
NAAM oder
auch langen Mantrams wie "Om Namaha Shivaya" oder dem tibetischen "Om Ah Hum",
manchmal auch zusammen mit Verschliessen der Ohren wie im Nada-Yoga
- Meditation über die "Goldene Blüte", (Pho Wa-Meditation), über den
Amitabha-Buddha über dem Haupt oder Simran ala Huzur
- sowie die innere Mehrfachkonzentration(Ton,Farbe,Gefühl),
wie sie auf dieser Webseite
beschrieben ist(und auch grundlegend im
Quabbala-Buch von Fr. Bardon).
Dabei hat speziell die indische Mantra-Meditation den Zweck,
durch konstante Wiederholung eines Lautes eine sich verstärkende Schwingung zu
erzeugen, die eine der Schwingung entsprechende Veränderung Im Gehirn und in den höheren Körpern auslöst.
Je tiefer die Meditation ist, desto grösser ist die Wirkung einer solchen Schwingung.
Die Wirkung steigt mit der Länge der Meditation.
Nach einer Äusserung von Sri Aurobindo sinkt sie mit der
Länge des Mantrams,
dafür wirkt selbiges dann aber in umso tiefere Ebenen des Unbewussten hinunter.
Das konzentrierte Wiederholen eines Mantras erzeugt im
EEG eine zunehmende Synchronisierung
der elektrischen Gehirnaktivität, die den Rhythmus der Alpha-Wellen verstärkt und so
eine geistige und körperliche Entspannung hervorruft.
[Dissertation(PDF)]
Voraussetzung für erfolgreiche Meditation ist traditionell die Gedankenbeherrschung.
Dies hat den einfachen Grund, dass Gedanken die Konzentration auf das Mantra
stören. Diese Konzentration ist sonst ein verkrampftes ichhaftes
Festhalten am Mantram. Es sollte ein ES-haftes betrachtendes Wiederholen sein,
das dem Entwicklungsstand des Meditierenden entspricht : ES handelt....(Ich bin Es).
Die Wichtigkeit der verherigen Beherrschung der Gedanken ist auch
dadurch gegeben, dass in tiefer Meditation auftretende Gedankenstürme
chaotische Wirkungen hervorrufen können, mit allen ihren späteren Auswirkungen.
Sobald diese chaotischen Gedanken auch im Akashaprinzip (transzendent) wirksam
werden, rufen sie karmische Wirkungen hervor.
Daher kann eine tiefe Meditation mit unkontrollierten
chaotoischen Gedankenstürmen viele negative Beieffekte haben, selbst wenn
der Meditierende das bemerkt, und dann wieder das Mantram benutzt, wie es
ähnlich in der "Transzendentalen Meditation" praktiziert wird.
Desweiteren sei darauf hingewiesen, dass die tiefe Meditation über einen "Gedankengang"
die quabbalistische Bedeutung eines Wortes nicht berücksichtigt, so dass
die Gedankengänge eine fatale unterbewusste und unerwünschte Wirkung haben können.
Beispielsweise ruft das Erzeugen von Spannung und Entladung eine grosse
Disharmonie hervor, die sich in der Mentalwelt unzusetzen versucht !
Generell hat die Meditation 3 Stufen :
a) Vorbereitung : Erreichen einer Ruhe, zB. durch Konzentration auf den Atem
oder durch Benutzung von Mantrams, die diese Ruhe hervorrufen (im Taoismus
zB "S-ung" (Ruhe) oder "F-ang" (Entspannung ), oder auch durch Beobachten der
Gedanken mit Zurückstossung, sobald sie auftreten. Desweiteren kann auch das
vorherige Lesen in einem heiligen Buch die Gedanken einstimmen und auch das Betrachten von
betimmten Mandalas und Yantras.
b) Die Mediation nach einer bestimmten Technik mit mehreren Stufen ( bis
zum späteren Samadhi ).
c) Die Rückkehr in das Oberflächenbewusstsein mit Vergegenwärtigung
Eine andere Methode verwendet die Versenkung in die Gesetzmässigkeiten
von Form und Farbe, die im Gegensatz zu unserer Welt mit bestimmten Gesetzmäßigkeiten verbunden sind.
Hier finden sich die Versenkung in UR-Formen wie Dreiecke, Fümfsterne, Rauten
und Mandalas, in Bilder von Gottheiten und Yidams ( bis hin zur Grumeditation)
und in kosmische Mandalas, evtl. mit einer Vielfalt von Formen und Farben und Gottheiten.
Solche Visualisationen benutzen die gesetzmässigen Zusammenhänge
von Farbe und deren Bedeutung, sowie von Form und verbundenen
Kraftqualitäten (das "Feng Shui" liefert dazu eine umstrittene Lehre).
Besonders im Tantrismus (Mandalas,
Yantras )
und im Buddhismus finden solche visuellen Versenkungen vielfache Verwendung.
Generell eignen sich solche Techniken eher für fortgeschrittenere Schüler mit
entwickeltem Visualisationsvermögen, da erst deren Bewusstsein genügend entwickelt und effektiv ist.
Die Benutzung von Klang, Farbe und Gefühl (wie Leere und Leichtigkeit und Glückseligkeit)
ruft in der Kombination natürlich noch eine stärkere Wirkung hervor, ist aber auch schwieriger
umzusetzen. Daher lehrt Fr. Bardon zB. die Verwendung von Buchstaben mit Farbe
und Gefühl, und erklärt vorher deren Bedeutung.
Im Hinduismus wurde dem Schüler
die einem Mantram entsprechende Gottheit erklärt. Im Buddhismus werden
vielfach Meditationen über bestimmte Buddhas zusammen mit deren Mantrams praktiziert,
deren Bedeutung vorher genau erklärt wird.
Meditation, Atem-Meditation und Kontemplation sind natürlich immer nur Mittel
zum Zweck, und der Schüler muss bestrebt sein, die rechte Geisteshaltung zu
erlangen und zu bewahren. Dazu ist die
Introspektion das richtungsweisende Hilfsmittel.
Weblinks :
|