"Ein weiser Mann nimmt die Essenz des Wissens von allen Orten, genauso wie eine Hummel überall und von jeder Blume Honig sammelt." (Srimad Bhagavatam 4.18.2)
Der heutige Hinduismus ist ein verwirrendes System alter vedischer Traditionen und Yogasysteme und deren Schriften, die oft nur ein begrenztes und damit auch evtl. fehlerhaftes Wissen beinhalten, auch bedingt durch die mündliche Überlieferung, und das Ziel nicht wirklich erkennen lassen. Daher werden z.B. die Upanishaden in Indien nicht allgemein anerkannt.
In der nachvedischen Zeit führte Meister
Sri Adi Shankara den Sanatana-Dharma
und das
Advaita-System ein und bekämpfte die vielen Irrtümer, die sich in das Vedanta-System eingeschlichen hatten.
Auch in das moderne Vedanta haben sich Fehler eingeschlichen. Als Beispiel sei hier nur
der Begriff der Maya genannt, die das formative Elementeprinzip darstellt (Shankara spricht
von den 5
Hüllen
der Maya, die den Purusha verschleiern) und
heutzutage mit Verblendung und Illusion in Verbindung gebracht wird,
ohne die Substanz zu erkennen (im Gegensatz zum kashmirischen Shivaismus
, der ebenfalls die letzen 5 Stufen des Ashtanga-Yoga lehrt).
Auch der heutige Shankara-Orden vertritt den Stufenweg des Ashtanga-Yoga
im Sinne der Universellen Lehre :
"Ashtanga Yoga--Yama, niyam, aasan, praanayaam, pratyaahaar, dhaarnaa,
dhyaan, samaadhi. Das sind die acht Glieder des Yoga. Ein Guru nimmt
einen Schüler nacheinander durch diese. Dafür nimmt der Guru NICHTS von
seinem Schüler. Er tut es aus Freundlichkeit und aus dem Gefühl heraus, etwas
Gutes für seinen Schüler zu tun."
Shree Shankaracharya Swaroopanand Saraswati(The Illustrated Weekly of India, September 13, 1987)
Dazu Literatur : Sri Yuktesvar Giri : Die heilige Wissenschaft,O.W.Barth - Verlag
Dieses Buch ist gegen Ende des 18ten Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit Yogananadas Guru Babaji
erschienen, der Sri Yuktesvars Meister war.
Sri Yuktesvar Giri sagte, das ganze Wissen Indiens sei im
Mahabharata-Epos verschlüsselt verborgen.
Das indische Epos Mahabharata ist eine der größten und bedeutendsten Schöpfungen
der Weltliteratur. In einigen Ausgaben umfaßt es bis zu 100.000 Verse, worin
neben der eigentlichen Handlung zahlreiche kleine Episoden geschildert werden. Zu ihnen
zählt auch die Geschichte von
Savitri und Satyavan.
Ein Auszug :"Savitri war fest entschlossen, bei ihrem Gatten zu bleiben,
und folgte Yama bis in Regionen, die eigentlich kein Sterblicher betreten kann.
Schließlich gelang es ihr, den Todesgott in ein Gespräch zu verwickeln. Yama war beeindruckt von der
unerschütterlichen Zähigkeit, mit der Savitri um das Leben ihres Gatten kämpfte,
und gab schließlich Satyavans Seele wieder frei für ein weiteres Leben auf Erden.
Letzteres ist im Zusammenhang eine Beschreibung der Stufe 13 der 22 Stufen.
Aber auch die kürzeren Versionen des Mahabharata stellen die 22 Stufen dar :
Die Kauravas und die Pandavas wachsen gemeinsam auf. Auf der Stufe 6 trennen sich
ihre Wege. Stufe 18 der 22 Stufen entspricht der "Schlacht zu
Kuruskshetra", an die
sich auch die Bhagavad-Gita anlehnt.
Das Mahabharata endet mit Stufe 20 (Meister).
Eine indische Darstellung der Stufe 13 der UNIVERSELLEN LEHRE ist zum Beispiel das Bild der Götter und Dämonen, die um den Milchozean kämpfen. All das wurde in der Vergangenheit bewusst symbolisch dargestellt, wie zB. auch das Symbol des tanzenden Shiva(U.L. Stufe 16).
Wieweit sich der heutige Hinduismus von seiner ursprünglichen Lehre entfernt hat, lässt sich aus den Millionen von Pilgern ersehen, die sich auf die Pilgerreise zum Ganges begeben, obwohl dieses "Bad", das von Karma und den Sünden reinigen soll, doch der Nada bzw. der PRANAVA ist, wie z.B. Sri Yuktesvar es in seinem obigen Büchlein ausführt.
Es heißt im Hinduimus, dass derjenige, der bei Vollmond im Ganges badet,
von der Wiedergeburt befreit wird - aber es ist halt der innere "Vollmond" gemeint, den
der Sucher erst einmal verwirklichen muss.
Ähnlich geht es den Mohammedanern, deren "Heiliger Krieg" der lange Pfad
der 15 Stufe wäre, und die der Illusion des Eingehens in das Paradies bei einem
weltlichen Krieg erliegen.
Der Hinduismus bietet
auch im Gebiet des rechten Tantrismusses
(dazu : Prof. A. Bharati : The Tantric Tradition ; Weiser INC bzw. Rider CO.) ein reichhaltiges Spektrum.
Einige Gurus wie der verstorbene Babaji
aus Histanapur behaupteten, wir
lebten in einer Zeitperiode Shivas, und
sie lehren die Meditation des "Om Namaha Shivaya",
welches die Shiva-Puranas als höchstes Mantram lobpreisen.
Es heisst von Shiva, daß er den Ganges, der aus dem Himmel komme, auf seinen
Haarspitzen empfangen habe. Shiva selbst wohne im goldenen Saal im Zentrum des Universums.
Im Hinduismus wird die Menschheitsentwicklung durch die 10(24) Avatare symbolisiert.
Rama und
Krishna sind als Helfer auf Vorstufen zu sehen.
Buddha Gautama erreichte als vierter Buddha
in einer Linie von 1000 Buddhas die Erleuchtung individuell. Er lehrte die Schüler selbstständig zu denken
anstatt einfach zu glauben. Das war vor 2500 Jahren etwas recht Neues.
Der Kalki-Avatar
soll einmal das Reich des Göttlichen auf die Erde bringen, nicht zu verwechseln mit
einem islamischen fundamentalistischen Reich auf der Basis des Allzumenschlichen.
Dazu müsste er aber ein Weltavatar sein, bzw. jemand, der alle Religionen vereint.
Das moderne Indien seine Spiritualität grossenteils verloren bzw. versteht die alten und früher meist
mündlich überlieferten Texte nicht in ihrer Tiefe. Viele Gurus auf den Dörfern missbrauchen ihre Position
und die Lehren der wenigen Meister sind meist rudimentär.
Das Hinduismus-Portal
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